Lupe

Drop In e.V.
im Jahresrückblick


Seit unser Verein im Sommer 2015 als kleine, engagierte Initiative gestartet war, konnten wir unsere Arbeit erheblich ausbauen und immer mehr Menschen erreichen. Herzlich möchten wir uns bei allen HelferInnen MitarbeiterInnen, unseren ProjektpartnerInnen und FördererInnen bedanken. Wir konnten uns bei unseren Projekten vieler aufbauender und mutmachender Worte sowie tatkräftiger Unterstützung erfreuen, die uns in unserem Anliegen bestärkt haben.

 

Dropin e.V. - Ferienschule 2016Aus einem Lagerraum oberhalb der Skatehalle Berlin haben wir in eigener Arbeit ein modernes Klassenzimmer errichtet, das durch die direkte Verbindung mit Skateboarding, Klettern, Kickern und anderen Freizeitangeboten besonders attraktiv für Bildungsarbeit mit Jugendlichen ist.

Wir kooperieren mit verschiedenen Schulen aus den Berliner Bezirken Friedrichshain-Kreuzberg, Neukölln und Pankow und leiten Workshops mit den Schwerpunktthemen Klassenzusammenhalt und Mobbing an. Mit Hilfe verschiedener Übungen verbessern wir das Klassenklima und die Lernatmosphäre und beugen Ausgrenzungen und Gruppenkonflikten vor. Im Jahr 2016 hat Drop In e.V. mehr als 10 solcher Workshops für Klassenausflüge, Schulfeste und Projektwochen durchgeführt.

Zusätzlich haben wir regelmäßige schulische Arbeitsgemeinschaften im Rahmen des Ganztagsunterrichts betreut. Mit SchülerInnen aus Regel- und Willkommensklassen haben wir gemeinsam verschiedene mobile Skateboard-Obstacles gebaut, die in den Kursen von Drop In e.V. und der Skatehalle Berlin zum Einsatz kommen. Natürlich lernen alle AG-Teilnehmer auch, auf den selbstgebauten Hindernissen zu skaten. Bei dieser partizipativen Werkstatt vermitteln wir handwerkliche Fähigkeiten und stärken das Selbstkonzept und den Teamgeist der SchülerInnen. Das AG-Angebot wurde im zweiwöchentlichen Rhythmus von 15 SchülerInnen pro Halbjahr wahrgenommen.

Seit April 2016 kooperieren wir mit dem psychosozialen Träger SEHstern e.V. Im Rahmen des Teenie-Cafés bieten wir regelmäßig inklusive Skateboard-Workshops für junge Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen an. An diesem Angebot nehmen regemäßig bis zu 10 Kinder mit ihren Betreuungskräften teil.

In den Sommer- und Herbstferien beteiligten wir uns mit einem eigenen Bildungsangebot an dem Programm Berliner Ferienschulen – Sprachförderung, Bildung und Teilhabe für geflüchtete Kinder und Jugendliche der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS), gefördert durch die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft des Landes Berlin. Neben dem täglichen expliziten Sprachunterricht im Klassenraum stand dabei die implizite Sprachförderung in einem abwechslungsreichen Freizeitprogramm im Vordergrund. Darüber hinaus lag der Fokus auf persönlicher und kreativer Entfaltung, Spaß und Begegnungen mit Nachbarskindern. 20 Mädchen und Jungen mit Fluchthintergrund konnten so ihre Sprachkompetenzen in Deutsch auf- oder ausbauen, trafen neue Freunde und lernten neugierig Berlin kennen.

Seit August 2016 betreuen wir außerdem in mehreren Unterkünften für Geflüchtete tägliche Sprachlerngruppen im Rahmen des Programms Gemeinsam Starten – Fit für die Schule der DKJS. Die jungen Geflüchteten unserer Lerngruppen werden dabei durch klassischen Deutschunterricht und implizite Sprachförderung auf den Schulbesuch oder den Wechsel von der Willkommens- in die Regelklasse vorbereitet. Am 6. September besuchten Vizekanzler Sigmar Gabriel MdB und die Berliner Senatorin für Bildung, Jugend und Wissenschaft Sandra Scheeres MdA eine unserer  Sprachlerngruppen und brachten ihre Anerkennung für unsere Arbeit und die großartigen Lernfortschritte unserer SchülerInnen  zum Ausdruck.

IMG_5400Die Auftaktveranstaltung von WCMX goes Berlin fand am 3.und 4. September auf dem Wheel-Soccer-Cup des Pfeffersports statt. Dort gab es unter unserer Anleitung Schnupperworkshops auf den speziell für RollstuhlfahrerInnen angefertigten Rampen, die begeistert sowohl von sitzenden als auch von laufenden Menschen angenommen wurden. Für das nächste Jahr planen wir einen großen WXMC-Workshop mit dem Profi David Lebuser und wollen anschließend gemeinsam mit allen Interessierten ein regelmäßiges Angebot organisieren.

Bei den regelmäßigen Sessions von Skateboarding for Everybody wird Skateboarding für all diejenigen zugänglich, die im regulären Betrieb einer Skatehalle an den Rand gedrängt werden, bspw. erwachsene (Wieder-) EinsteigerInnen, Frauen oder Menschen mit körperlichen Einschränkungen. Wöchentlich kommen rund 30 begeisterte TeilnehmerInnen zu unserem offenen Workshop und genießen eine gemeinsame Session, bei der sie die Skatehalle für sich haben.

In der ersten Jahreshälfte 2016 setzten wir noch unsere Projektreihe Say Hello with Skateboarding fort. Wöchentlich erreichten wir mit Say Hello with Skateboarding bis zu 20 Kinder und Jugendliche. Inzwischen haben wir dieses Willkommens-Programm unter dem Namen New Neighbors in eine nachhaltige Arbeit mit Tandemgruppen überführt, um den vielen Herausforderungen Rechnung zu tragen, die nach dem ersten „Hallo“ anstehen.

Um einen Einblick in unsere Arbeit zu gewähren beteiligten wir uns mit Ständen an öffentlichen Veranstaltungen wie der Malzwiese, dem Sommerfest des psychosozialen Trägers SEHStern e.V. und dem Tag des offenen Denkmals auf dem RAW-Gelände. Außerdem führten wir auch eigene Events mit verschiedenen inhaltlichen Schwerpunkten durch.